Was sind akademische Gremien?

Grundsätzlich sind die Gremien an der Uni in akademische und studentische Gremien unterteilt.

Die akademischen Gremien sind Gremien der Selbstverwaltung der Uni. Normalerweise gibt es dort Vertreter/innen aller Hochschulangehörigen, also Professor/innen, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, Mitarbeiter/innen in Technik und Verwaltung (kurz: MTV) und eben auch Student/innen. Aufgrund der Freiheit von Forschung und Lehre gilt hier das Prinzip der professoralen Mehrheit. Das heißt, dass die Professor/innen immer mehr Sitze haben als die drei anderen Gruppen (Außname: fachspezifische Studienkommission).(1)
Für einige Ämter der studentischen Mitglieder können sich alle Student/innen der Universität aufstellen lassen, für andere hingegen bedarf es einer Benennung durch das entsprechende Fakultätsratsmitglied, bei anderen widerum kann man ohne weiteres mitmachen.

Zu den Akademischen Gremien gehören u.a.:

  • Fakultätsräte aller Fakultäten
  • fachspezifische Studienkommissionen
  • Zentrale Studienkommission (ZSK)
  • Prüfungsausschüsse

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Die einzelnen Gremien im Überblick

Fakultätsrat (FKR)

Vorweg: Die verschiedenen Studiengänge Kulturwissenschaften, Politikwissenschaften und Digital Media werden in einer gemeinsamen Fakultät (FKR KuWi) vereint. Es gibt noch weitere Fakultäten wie z. B. die Fakultät Wirtschaftswissenschaften.
Jede einzelne Fakultät hat einen entsprechenden Fakultätsrat. Dieser entscheidet in jeglichen Angelegenheiten der Forschung und Lehre. Er beschließt außerdem die Ordnungen der Fakultät, insbesondere die Prüfungsordnungen, und nimmt zur Einführung wesentlicher Änderungen und Schließung von Studiengängen gegenüber dem Präsidium Stellung.
Besetzung: Im Fakultätsrat KuWi sitzt ein/e studentische/r Vertreter/in, der/die jährlich zum Sommersemester gewählt wird. Eine zentrale Aufgabe des studentischen Mitglieds im Fakultätsrat ist die Benennung von Studierenden für die verschiedenen studentischen Gremien (siehe folgende).
Zeitlicher Aufwand: trifft sich einmal im Monat

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Studentischer Beirat

Mit dem studentischen Beirat soll ein neues Format zur Sicherstellung und Förderung der Studierenden-Partizipation in der Fakultäterprobt werden. Er ergänzt und entlastet die Position der/des studentischen Prodekanen/in, der/die die Interessen der Studierendenschaft in der Fakultät im Dekanat vertritt.

Aufgaben: Der studentische Beirat trifft sich zwei mal pro Semester mit dem Dekanat der Fakultät, einmal hochschulöffentlich und einmal vertraulich und vertritt vor ihm die studentischen Interessen. Zudem wird aus der Mitte des Beirates ein/e Sprecher/in gewählt, der/die an den regulären Dekanatssitzungen teilnimmt und dem Beirat darüber berichtet.

Besetzung: Der studentische Beirat besteht aus folgenden Personen:

> dem gewählten studentischen Fakultätsratsmitglied
> vier Studierenden auf Vorschlag der Fachgruppe des Major Kulturwissenschaften
> zwei Studierenden auf Vorschlag der Fachgruppen für jeweils den Major Politikwissenschaft, den Major Digital Media und dem Master Kulturwissenschaften – Culture, Arts and Media (3×2 Personen)

Studienkommission Kuwi Bachelor (Stuko College)
Studienkommission Kuwi Master (StuKo Graduate School)

Die Studienkommissionen befassen sich grundlegend mit dem Thema Lehre, u.a. mit dem Lehrangebot. Es gibt für die Fakultäten Bildung, Kulturwissenschaften, Nachhaltigkeit und Wirtschaftswissenschaften jeweils eine StuKo. Sie bespricht das Lehrangebot des kommenden Semesters. Als studentische Vertretung in der Kommission bekommt ihr vorab Einblick in die Lehrplanung. In der StuKo-Sitzung solltest Du die studentische Position einbringen. Das heißt, dass Du mit darauf achtest, ob Fehler in der Lehrplanung auftauchen. Fehlt es an Lehrangeboten? Überschneiden sich die Zeiten? Sind Prüfungsleistungen angemessen? Wird Anspruch auf Teilnahmepflicht erhoben (das soll laut RPO nämlich nicht sein)?

Besetzung: Die Hälfte der maximal 12 stimmberechtigten Mitglieder in den StuKos sind Studierende. Sie werden vom Fakultätsratsmitglied benannt.

Aufwand: 2-3 Mal pro Semester (im Master 1-2 Mal), tendenziell weniger

Studienkommission Leuphana Semester und Komplementärstudium

Da das Leuphana Semester und das Komplementärstudium nicht von einer eigenen Fakultät repräsentiert werden, gibt es eine fakultätsübergreifende Studienkommission, die sich wie die anderen StuKos mit grundlegenden Themen der Lehre und dem Lehrangebot beschäftigen – nur eben nicht fakultätsspezifisch, sondern  gezielt für das Leuphana Semester und Komplementärstudium.

Besetzung: Jede Fakultät entsendet ein studentisches Mitglied der Fakultät (bei Fakultät Kuwi aus Kuwi, Powi oder Digi), welches vom Fakultätsratsmitglied benannt wird.

Zentrale Studienkommission Bachelor  (ZKS College)
Zentrale Studienkommission Master (ZKS Graduate School)

Neben den fakultätsinternen StuKos gibt es ähnlich wie die StuKo Leuphana Semester/Komplementärstudium noch weitere, fakultätsübergreifende Studienkommissionen, die sogenannten „zentralen Studienkommissionen“. Die zentralen Studienkommissionen befassen sich mit allen fakultätsübergreifenden, allgemeinen Angelegenheiten von Studium und Lehre im Rahmen des Colleges und des Masters. Hierfür gibt es ebenfalls eine separate ZKS für den Bachelor (ZKS College) sowie für den Master (ZKS Graduate School).

Besetzung: In den zentralen Studienkommissionen sitzt pro Fakultät jeweils eine studentische Vertretung sowie eine für das Leuphana Semester/Komplementärstudium, sodass am Ende fünf Studierende im ZKS sitzen (Kuwi, Nachhaltigkeit, Bildung, Wirtschaft + Extramitglied Leuphana Semester/Komplementär). Ausgewählt wird das jeweilige Mitglied aus der Mitte der zur Fakultät zugehörigen Studienkommission. D. h. die Stuko Kuwi (bestehend aus max. sechs Mitgliedern aus Kuwi, Powi und Digi) wählt aus seinen sechs Mitgliedern eine/n Entsandte/n für die zentrale Studienkommission.

Studienqualitätskommission (SQK)

Die Studienqualitätskommission entscheidet im Einvernehmen mit dem Präsidium der Universität über die Verteilung und Verwendung der Studienqualitätsmittel. Sie diskutiert Anträge auf die Verwendung von Studienqualitätsmitteln und prüft die inhaltliche wie rechtliche Förderfähigkeit.

Besetzung: vier Stud. insgesamt, je eine Person pro Fakultät, unabhängig ob sie im Bachelor- oder Masterstudium ist. Die Personen werden jeweils von ihrem entsprechenden Fakultätsratsmitglied benannt.

Zeitlicher Aufwand: trifft sich ca. 4-5 Mal im Jahr, davon ein Großteil der Treffen von Februar bis März

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Prüfungsausschuss Bachelor (Kuwi+Powi)
Prüfungsausschuss Kuwi Master

Studierende können gegen die Benotung einer Prüfungsleistung Wiederspruch einlegen. Daraufhin wird die*der betreffende Prüfer*in zu einer Gegenstellung gebeten. Wenn ein Wiederspruch mit allen Positionen vorliegt, wird der Prüfungsausschuss einberufen. Der Fall wird dann diskutiert, nach den rechtlichen Bestimmungen reflektiert und schliesslich entschieden.

Die Prüfungsausschüsse der jeweiligen Studienprogramme bzw. für Komplementärstudium und Leuphana Semester befassen sich mit allen Fragen und Verfahren zu Prüfungsangelegenheiten. Es werden u.a. prüfungsrelevante Anträge und Widersprüche behandelt, Prüfende bestellt, Abgabefristen festgelegt und Bachelor-/Masterarbeitsthemen und -betreuer/innen bestätigt.

Besetzung: ein Stud. pro Kommission, wird benannt vom Fakultätsratsmitglied

Zeitlicher Aufwand: je nach Bedarf (nicht allzu häufig und dann meistens nach der Prüfungsphase)

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Haushalts- und Planungskommission

Die Haushaltskommission beschäftigt sich primär mit der (Finanz-)Mittelverteilung innerhalb der Fakultät. Es werden u.a. Kriterien zur Mittelzuweisung vereinbart und die Drittmittelakquise evaluiert.
Besetzung: 1 Stud., Vorschlag durch Fakultätsratsmitglied

Zeitlicher Aufwand: tagte in Vergangenheit weder semesterlich noch jährlich, geringer Aufwand, geringer Beratungsbedarf

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Senat

Der Senat ist das gewählte Hochschulgremium für die akademische Selbstverwaltung unter Vorsitz des Präsidenten. Der Senat befasst sich u. a. mit den Prüfungsordnungen für fakultätsübergreifende Studiengänge, der Entwicklungsplanung sowie der Grundordnung der Universität. Die Sitzungen des Senats sind hochschulöffentlich.

Besetzung: 3 Stud.

Für den Senat können sich alle Studierenden fakultätsunabhängig zur Wahl stellen. Die studentischen Senator/innen werden von den Studierenden im Rahmen der akademischen Wahlen gewählt.


Literatur

(1) Akademische Gremien. AStA Lüneburg <https://asta-lueneburg.de/hochschulpolitik/akademische-gremien/>. Zuletzt abgerufen am 12.03.2018.

(2)Universität gestalten. Studierende engagieren sich. Leuphana Universität Lüneburg. <https://www.leuphana.de/universitaet/organisation/studierende.html>. Zuletzt abgerufen am 12.03.2018.